Das Konzept „Mein lieber Herr Schumann!"
Was Clara und Robert miteinander schrieben
Der angehende Dichter Robert Schumann, 22, verliebt sich
in die Tochter seines Klavierlehrers. Das Problem: Clara ist zwar -
dank ihres ehrgeizigen Vaters - schon ein internationaler Star, aber
leider erst 13.
Herr Wieck ist selbstverständlich gegen das Verhältnis und droht schlichtweg, Robert zu erschießen, wenn er die Finger nicht von seiner Tochter lasse. So lieben sie sich auf Distanz - per Post und bis zu viermal täglich (jawohl, so oft gab's damals Post!). - So lange bis Clara 18 ist und auch ohne Erlaubnis heiraten darf.
Ein Liebesdrama am Klavier
Was hier klingt wie der Plot für ein Groschen-Drama, war in Wirklicheit
noch viel spannender. Da ist nicht nur die Musik, die Robert und Clara
in dieser Zeit der wallenden Gefühle schufen, und die zum Besten
gehört, was die Ära der Romantik bietet. Da ist auch der
Schlüssel zu Schumanns Geisteskrankheit, an der er schon in jungen
Jahren zugrunde gehen sollte.
Vor allem aber ist da die intensive Brief-Beziehung der beiden. Erheiternde, ergreifende und aufschlußreiche Dokumente ihrer Zeit, die tiefen Einblick in die Gefühlswelt der beiden musikalischen Genies bieten.
Susanne Duchs Solo-Performance aus Klaviermusik und Briefen von Robert und Clara Schumann gibt dem Zuhörer genau dieses Erlebnis. Denn die Pianistin stellt die teils bewegenden, teils unterhaltsamen Texte ebenso einfühlsam und ausdrucksstark dar wie die Musikstücke aus den frühen Schaffensperioden der Schumanns.
Susanne Duch ist nicht nur eine glänzende Erzählerin, sondern
eine noch bessere Pianistin. Ihr subtiler Anschlag, ihr Einfühlungsvermögen
in die kleinsten Regungen, aber auch ihr kraftvolles, zuweilen männliches
Spiel zeugten von einer gestalterischen Vielfalt, die ganz in die romantische
Gefühls- und Gedankenwelt einzudringen vermag.“
Neue Presse Coburg
