Pressestimmen

 

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Pressestimmen zu: „Tango Art“

 

Wiesbadener Kurier:

 

Wer schon einmal erlebt hat, wie didaktischer Vorbildung unverdächtige Dirigenten versucht haben, etwa zu Kinder- und Jugendkonzerten eine verständliche wie unterhaltsame Moderation zu geben, weiß Susanne Duchs Leistung beim "Tango Art"-Abend im ausverkauften Christian-Bücher-Saal zu schätzen. Sie setzt keine musikalische Bildung voraus, gibt mit stimmungsvollen Projektionen und Toneinspielungen immer wieder zusätzliche Impulse zu ihrer angenehmen Rezitation. Dabei ziehen schon die technisch wie auch in ihrem Gefühl für Stimmungen beeindruckende Fotografien von Hans-Werner Klein sofort hinein in die moderne Großstadt Buenos Aires, finden Alltagssituationen jenseits des schmuddeligen Metropolen-Images und geben dem Tango ein Gesicht.

 

Dazu erzählt Susanne Duch unaufdringlich von der Entstehung des Tango, demonstriert am Flügel mit Werken von Chopin, Smetana und Debussy, wie Komponisten seit jeher aus Tanztraditionen Kunstmusik schufen und leitet so sinnfällig über zum Tango Nuevo des Astor Piazzolla und gipfelt in Volker David Kirchners zeitgenössischen "Sechs Tangos de la Vida". Ein anspruchsvolles Programm also, das keineswegs nach dem Prinzip der einfachen Konsumierbarkeit ausgewählt ist. (...)

Das didaktische Prinzip von Susanne Duchs "Tango Art"-Abends - was trockener klingt, als es auch der Bühne präsentiert wurde - ging sicherlich auf: Wer die klingende Geschichtsstunde erlebt, weiß hinterher um die wichtigen Eckpunkte der Entwicklung eines Tanzes und einer Musik, die für ganze Gesellschaften Identität stiftend war. Und der Abend erreichte tatsächlich ein neues Publikum. Das schließlich ist ein Kunststück, das vielen im Musikgeschäft Tätigen seit geraumer Zeit höchst selten gelingt.

 

Frankfurter Rundschau:

 

„Information und Emotion schmiegen sich auf 100 perfekt geführten Bildschirmseiten so eng aneinander her wie ein stilvolles Tangopaar. – Eine CD-ROM, die wohl zum ansprechendsten zu zählen ist, was es auf dem schwierigen Fusionsfeld von Musik und Multimedia gibt.“


Fono Forum:

 

„Susanne Duchs “Tango Art” ist ein Pendel zwischen Schroffheit und Geschmeidigkeit [...] Sie witzelt, kokettiert mit dem Pedal, flötet Details. Mal klingen ihre Töne fahl und trübe, mal geschnitten scharf. Teuflischer Tango.“ (Fono Forum CD-Bewertung: Klang = 4 Sterne, Interpretation = 4 Sterne)


Piano News:

 

„Entstanden ist ein besonderes Produkt: Ein Doppel-Album mit einer Audio-CD und einer CD-ROM. Und das, was da zu hören, zu lesen und zu lernen ist, ist bemerkenswert. Und es wird bald deutlich, dass es der Pianistin nicht um die geschichtliche Entzauberung des instrumentalen Tangos ging, sondern um die Darstellung des kraftvollen, konzertanten und zeitgenössischen Tangos.

 

Wer sich genau informieren will, wer gut gespielte Tangos hören möchte, der sollte sich diese Doppel-CD besorgen, denn alle anderen Piazzolla-Einspielungen sind ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“


Wiesbadener Tagblatt:

 

„Die kurzweilige, dabei aber substanzielle Art der Präsentation macht es recht leicht, der Pianistin und bekennenden Tango-Liebhaberin auf ihrer Reise zu folgen. [...] Hier nun hat Susanne Duch die von Kirchner „kleine Vergnügen“ genannten Stücke erstmals eingespielt. Mal singt und strömt es poesievoll, dann aber wieder fährt unverhofft Kirchner-typisches, schroffes und fast brachiales Klirren dazwischen. Da schimmert ein schöner Klangfarbenreichtum auf: voller Leidenschaft, versponnen, oft genug auch ungemein vital und impulsiv.“


Wiesbadener Kurier:

 

„Susanne Duch beherrscht offenbar nicht nur ihr Instrument, sondern kann auch die Computertechnik für ihre Zwecke perfekt instrumentalisieren: In ihrem Doppelalbum „Tango Art“ beschreitet sie neue Wege der Musik-Vermittlung. Eine herkömmliche Audio-CD, auf der sie einen kühnen Weg durch „tänzerische Klaviermusik“ von Chopin bis Astor Piazzolla und Volker David Kirchner beschreitet, wird von einer interaktiven CD-ROM ergänzt.“


 

„Sechs Tangos de la Vida“

 

Wiesbadener Kurier:

 

„Bereits die Titel zeigen, dass Volker David Kirchner seine Werke in den Kontext der musikalischen Tradition stellt, doch findet er dabei eine eigenständige Sprache: Sehr direkt, sehr emotional in den sechs Tangos, die Susanne Duch in enger Zusammenarbeit mit Kirchner und in gegenseitiger Einflussnahme einstudiert hat.

Für diese Nähe zu seinen Interpreten ist Kirchner sehr offen, und das war in Susanne Duchs bewegter und bewegender Interpretation zu spüren: Sie spielte das Werk nicht nur, sie lebte es regelrecht auf der Bühne, mit vokalen Einlagen im eröffnenden „Tango to Spell“, mit motorisch treibender Kraft in den Unterarm-Clustern des „Tango brachial“, aber auch durch schwebend leichte Momente, etwa in den filigranen Klängen, die im „Tango notturno“ durch ein manuelles Zupfen der Saiten im Flügel entstehen. Unter dem Eindruck der Zusammenarbeit mit Susanne Duch komponierte Kirchner als Schlussstück einen „Fantango“, dessen vertrackte Rhythmik sie hoch konzentriert ausspielte.“