Pressestimmen zu:
Mein lieber Herr Schumann!
Neue Presse Coburg:
Susanne Duch ist nicht nur eine glänzende Erzählerin, sondern eine noch bessere Pianistin. Ihr subtiler Anschlag, ihr Einfühlungsvermögen in die kleinsten Regungen, aber auch ihr kraftvolles, zuweilen männliches Spiel zeugten von einer gestalterischen Vielfalt, die ganz in die romantische Gefühls- und Gedankenwelt einzudringen vermag.
Den drei Romanzen op. 28 Roberts stellte die Künstlerin im ersten
Teil zwei Romanzen der Clara gegenüber, die als Jugendwerke wohl
von hoher handwerklicher Kunst geprägt sind, jedoch deutlich dem
Salon verhaftet bleiben. Das girlandenartige Blumenstück
Robert Schumanns komplettierte den ersten Teil. Vier Stückchen
aus den populären Kinderszenen standen nach der Pause
auf dem Programm und Susanne Duch wusste auch der Miniaturform gestalterisches
Format zu verleihen, wobei sie im Fürchtenmachen
ein halsbrecherisches Tempo vorlegte.
Der Gefahr, die Musik zu einer Filmmusik zum Lebensfilm des jungen Paars zu machen, also die Noten in den Kitsch abgleiten zu lassen, entgeht Susanne Duch schon durch die Delikatesse, mit der sie die Klavierwerke angeht. Da in der Briefauswahl zwischen 1832 und 1840 eine Vollständigkeit in fernster Ferne liegt, ergibt sich erst gar nicht das Problem einer Wertung jener nicht ganz schattenlosen Beziehung - wenn auch Susanne Duch mit Feingefühl und Grazie die Schwierigkeiten andeutet die in den letzten Jahren von manchen Biografen und Lebensnachschreiberinnen breit und lustvoll grell ausgebreitet wurden.
Nordbayrischer Kurier, Bayreuth:
Susanne Duch geht es um die melodischen Elemente, weniger um einen
allein freskohaften Klang: Es ist bewunderungswürdig, wie sie
die mitunter widerstrebenden Linien der beiden Hände in größter
Klarheit realisiert. Bei Susanne Duch wird nicht schlampig romantisiert
sondern verdeutlicht, dass Leidenschaft und Konstruktion bei Schumann
nur zwei Seiten einer Medaille sind. Auch ein Sehnsuchtswalzer
gehorcht schließlich einem Dreivierteltakt, und so führt
die Flügelspielerin nicht die gewiss schätzbaren Tugenden
einer Tastenlöwin, sondern die Vorzüge einer denkenden und
fühlenden Musikerin vor, die weiß, dass ein Rubato nicht
willkürlich gesetzt werden darf, die ebensosehr dem Nachhall,
den gebrochenen Tönen der Melancholie, wie den Vivace-Ketten der
Zweiunddreißigstel die rechte Aufmerksamkeit zollen muss.
Dass dahinter die Kunst der Vermittlung von Gefühl und Gefüge,
von Sinnlichkeit und Sinn steckt - diese Weisheit wurde durch Susanne
Duchs Interpretationskunst berückend nahe gebracht.
hörwelt:
Susanne Duch ist Pianistin und arbeitet mit diesem Projekt an
der Schnittstelle von Musik und Text - sehr ambitioniert und wirklich
gelungen.
Idsteiner Zeitung:
Gerade die Gegenüberstellung von musikalischen Programm-Miniaturen,
also Romanzen, Arabesken, diversen Beispielen aus den Kinderszenen,
Ballett, Hexensabbath und Boléro mit den brieflichen Dialogen
waren eine wechselseitige Ergänzung in der Beschreibung der beiden
Persönlichkeiten. Dieses In-Szene-Setzen gerade der
äußerst subtilen von Festigkeit und Zuneigung getragenen
Äußerungen in den Briefen Claras gelang außergewöhnlich
gut.
Wiesbadener Tagblatt:
Die Pianistin S. Duch, lotete mit delikatem Klangsinn und klarer Gestaltung
die Satzkunst der Kompositionen empfindsam aus. Aus Gedanken, Worten
und Werken der ungewöhnlichen Liebe dieses Traumpaares der deutschen
Romantik wob Susanne Duch dramaturgisch ein abgerundetes Programm.
