Pressestimmen zu: Geniale Querköpfe
Wiesbadener Kurier:
Der zweite Teil des Abends war allein Johannes Brahms und seiner
f-moll-Sonate op. 5 vorbehalten, einem Werk von sinfonischer Klanggewalt,
voll Leidenschaft und ungebändigter Kraft in den Ecksätzen,
aber auch voll bewegender Innigkeit, vor allem im Andante espressivo.
Hier zeigten sich die interpretatorischen Qualitäten Susanne Duchs
am deutlichsten. Nie erlag sie der pianistisch naheliegenden Versuchung,
die enormen Spannungen, Brüche und Härten der Komposition
zu nivellieren. Das Beeindruckendste war jedoch die Art, wie sie ausgerechnet
das ruhige Mondscheingedicht des zweiten Satzes mit atmender Abgeklärtheit
zum Höhepunkt des Abends machte.
